Besuch von der schlampigen Zahnfee
Guten Morgen.
So, jetzt hat das Durcheinander ein Ende. Ich bin wieder da. Der Urlaub ist vorbei. Höhepunkt: Der Wackelzahn ist raus. Nicht meiner, zum Glück. Der meines Sohnes. Morgens um Sieben kam er an. Mit Lücke im Unterkiefer und weißem Stummel in der Faust. Die Zahnfee zeigte sich spendabel, stellte darauf nachts ein Paket Playmobil (Schnellboot mit riesigem Killerkrokodil - hab ich ausgesucht) und ein Haba-Spiel (so was Pädagogisches zum Lesen lernen - hat meine Frau ausgesucht) auf die Fensterbank im Kinderzimmer. Schade, dass die dusselige Kuh (die Fee, wohlgemerkt!) alles falsch gemacht hat.
Entsetzen, statt Freude am Morgen im Kinderzimmer.
"Der Zahn is ja noch da", schrillt es heraus.
Ich rein: "Ja. Na und?"
"Warum hat die den denn nicht mitgenommen. Bei Sebastian hat sie den mitgenommen und bei Jan auch."
Aha. Das muss ich mir merken - und jetzt erst mal lügen, dass sich die Balken biegen. "Feen haben die Wahl, manchmal lassen sie die Zähne zum Aufbewahren für die Papas da.
Aha. Ein kritischer Blick.
Ich atme auf. Pause und dann: "Und wieso hat die Zahnfee überhaupt unser Geschenkpapier benutzt?"
In diesem Sinne: Niemals im Detail nachlässig werden, sonst leidet der Gesamteindruck! Und allen noch eine schöne Olympia-Woche mit vielen chinesischen Goldmedaillen, Gruß (tr)
Eskalation im Bloghaus
Sie merken, der Ton im Bloghaus hat sich verschärft. Kollege tr wirft mir vor, zu viel über Majala Traumcreme zu schreiben, dann stellt sich heraus, es war gar nicht tr, sondern ghostwriter cwo. Daraufhin ist der echte tr beleidigt und droht cwo mit einem Verhör am Montag.
Ach ja, kaum schreibt ein zweiter Mann hier im Bloghaus, gibts Riesenstreit. A propos Streit: tr und ich haben uns vor seinem Urlaub auch fast gestritten. Wegen des Majala-Clips. „Der ist viel zu lang!“, beschwerte ich mich. „Du musst den um die Hälfte kürzen!“ „Keine Zeit!“, wiegelte tr ab, „außerdem können die Leute doch vorspulen.“ „Also nee“, sagte ich, „damit bin ich nicht zufrieden. Ich will nicht, dass treue Blogleser minutenlang zusehen müssen, wie ich in der Redaktionsküche eine Schüssel suche oder den Kühlschrank ausräume.“
Ok, von müssen kann natürlich keine Rede sein. Also, ich geb Ihnen jetzt mal n Tipp: Spulen Sie ruhig vor und gucken Sie sich die letzten Minuten an, wenn der Kollege pr ins Bild kommt, der Majala-Zeitzeuge. Nächste Woche ist das bestimmt nicht mehr nötig. Dann ist ja der liebe tr, mein Lieblingskollegeblogschreibervideokünstlertopjournalist, wieder da und wird den Clip bestimmt kürzen... (de)
Vertretungsblog
Guten Tag,
bitte nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich habe Urlaub. Den hatte ich auch mal nötig. Eigentlich wollte ich deshalb auch mal nix schreiben, aber wenn ich die Kollegin Deutskens alleine lasse, schreibt sie noch drei bis elf Mal über Majala Traumcreme, und das muss verhindert werden. Deshalb hier meine wichtigsten Erkenntnisse nach zwei Urlaubstagen:
1. Meine Frau schludert inzwischen leider etwas, wenn es darum geht, unsere Möbel rechtwinklig auszurichten. Auch die Ablageflächen in Küche und Bad sind nicht so frei, wie ich das gerne hätte. Das muss sich ändern.
2. Wenn ich zu Hause mit Post-Its Arbeitsaufträge irgendwo anklebe, bringt das rein gar nichts. In der Redaktion klappt das immer. Komisch.
3. Die Parkgarage und der Abschleppwagen für die Spielzeugautos meines Sohnes waren sinnlos – die Dinger stehen immer noch kreuz und quer im Zimmer rum.
4. Angesichts des Wetters wuchert unser Rasen leider wie wild. Kein Halm gleicht dieser Tage dem anderen. Einem ordnungsliebendem Mann wie mir ist das zuwider.
5. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass auch in der Nachbarschaft nur noch laissez-faire regiert. Dauernd rumgrillen, unregelmäßige Tagesabläufe, das überfordert mich. Sollten die alle auch Urlaub haben?
So, und nun entschuldigen Sie mich, ich habe noch anderes zu tun. Unkraut jäten. Frau und Kind maßregeln. Auto polieren. Aber heute Abend werde ich dann endlich mal meinen Urlaub genießen und mich mal aufs Sofa legen. Kerzengerade natürlich, gefläzt wird bei uns nämlich nicht! (tr)
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